Tennisclub Landsberg e. V.

Taktik im Tennis

 

 

Aufschlag Return - so funktioniert es.

 

Die richtige Doppeltaktik beim Tennis

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Doppel-Taktik

Allgemeines
Beim Doppel bzw. Mixed steht sich je ein Paar gegenüber, es wird folglich mit vier Spielern gespielt. Das Spielfeld verbreitert sich um die Seitenstreifen, sprich um 1,37 m auf jeder Seite. Die Regeln entsprechen im Wesentlichen denen des Einzels, mit dem Unterschied der Aufschlag- und Return-Reihenfolge. So darf nach jedem Satzgewinn das aufschlagende Paar entscheiden, wer von beiden mit dem Service beginnt. Ebenso dürfen die Partner die Spielfeldseiten (VH/RH) tauschen, was generell aber unüblich ist.

 

Aufstellung
Der Aufschläger (A) sollte nach Möglichkeit weiter außen stehen, sprich in der Halbierenden seiner hälftigen Spielfelddoppelseite. Der Rückschläger (R) steht quasi unverändert zum Einzel, je nach taktischen Erwägungen weiter außen oder offensiv auf der Grundlinie. Der Netzpartner des Aufschlägers steht je nach Körpergröße und taktischen Verhaltens ca. zwei Meter vom Netz entfernt hälftig seiner Spielfeldseite. Der Netzpartner des Returnierers steht ggf. weiter vom Netz entfernt auf T-Linienhöhe, um bei verunglückten Returns seines Partners defensiv reagieren zu können oder beim ersten Netzaufrücken des returnierenden Partners auf gleicher (Aufschlaglinien-) Höhe zu stehen. Defensive Varianten - das rückschlagende Paar steht geschlossen an der Grundlinie - sieht man seltener, ebenso, wie die "australische Aufstellung" des Aufschlagpaares ( Aufschläger und Netzspieler stehen quasi hintereinander auf einer Höhe bzw. Seite, um dann flexibel erst nach dem Service eine offenere Seite abzudecken).


 

  • Spieltechnisch ist es vorteilhaft, in der Offensive zu sein, sprich am besten mit beiden Spielern in Netzposition (s.u., V1 & V2).
  • Die Spielpartner sollten angemessen miteinander kommunizieren, menschlich harmonieren, sich gegenseitig aufbauen, anfeuern und keine Vorwürfe machen.
  • Eine Absprache über die Taktik vor einem Ballwechsel ist besonders bei eigenem Aufschlag sinnvoll. Wenn der Netzspieler (s.o., V1) zuvor die geplante Aufschlagrichtung kennt, kann er sich entsprechend positionieren.
  • Die Mitte gilt - obwohl es alle Wissen - als Schwachpunkt beim Doppel. Das Netz ist hier nicht nur am niedrigsten, bei harten Passierschlägen durch die Mitte treten häufig auch Abstimmungsprobleme auf.
  • Der Netzspieler (v.a. V1) sollte nicht immer statisch-faul auf seinem Platz stehen bleiben, sondern durch sogenanntes "Wildern" (in die Mitte laufen und überraschend vollieren) versuchen, den Punkt zu erzielen. Dieses variable Verhalten kann den Gegner auch in seiner Schlagrichtungsentscheidung verunsichern.
  • Wird ein Paar überlobt, sollte in der Regel der Spieler zurücklaufen, der nicht überlobt wurde. Während dieser dann versucht, den Ball noch zu erreichen, wechselt sein überlobter Partner auf die andere Platzhälfte und orientiert sich ebenfalls nach hinten. Eine andere, oft anzutreffende Taktik besagt jedoch, dass stets der Überlobte für seine Spielfeldhälfte verantwortlich ist. Jedenfalls laufen i.d.R. beide an die Grundlinie, da oft nur ein (Not-) Gegenlob zu erwarten ist, der ein weiteres defensives Verhalten (auf einen zu erwartenden Schmetterball) zwangsläufig erscheint.
  • Kurze Kommandos während des Ballwechsels erleichtern die Abstimmung ("du!" ; "ich!" ; "geh nach links!", "lauf", "lass"...).
  • Der Netzspieler (s.o. V1 & V2) sollte immer nach vorne blicken, nie zurück zu seinem Partner. Von dieser noch oft anzutreffenden Lehrbuchformel halte ich nicht viel, da ich gerne informiert bin, wo sich mein Partner gerade befindet und so auch eher seine Schlagrichtung analysieren kann.
  • Ein guter Aufschlag muss im Doppel nicht hart sein. Ein gelegentlicher Topspin-Aufschlag nach außen öffnet das Feld und macht es dem Netzspieler (s.o., V1) leichter, in das Geschehen einzugreifen, insofern der Aufschlag nicht zu kurz war und der Netzspieler "abgeschossen" wird. Außerdem hat der Aufschläger nun mehr Zeit für den Netzangriff und befindet sich damit beim ersten Volley näher am Netz.
  • Bei der Zusammenstellung eines Doppelpaares macht es Sinn, auf die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler zu achten. Oft ist es eine gute Lösung, wenn ein Links- und ein Rechtshänder zusammen spielen oder ein Spieler, dessen bester Schlag die Vorhand ist mit jemandem, der die Rückhand bevorzugt oder ein Angriffsnetzspieler und Grundlinienspieler mit guten Passierschlägen und Returns....!

 

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